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Das neue Prinzenpaar der Coburger Narrhalla


Steckbrief Prinzessin Antje I.

Name: Antje König

Alter: 36 Jahre 

Beruf: selbständige Kosmetikerin

Was ich mag: Cabrio fahren, Sauna mit meinem Prinz, Coburger Bratwurst

Was ich nicht mag: warmen Prosecco, rote Ampeln, „flache“ Witze

Das trinke ich gern: Weinschorle, Gin-Tonic mit Zitrone

Lebensmotto:Alles hat ein Ende, nur die Wurst hat zwei!


Steckbrief Prinz  Oli I.

Name: Oliver Schneider

Alter: 42 Jahre

Beruf: Geschäftsführer Agentur Streckenbach

Was ich mag: Funk, Northern Soul und Reggae Music, die griechische Insel Naxos, Sauna mit seiner Prinzessin

Was ich nicht mag: Schmutzige Schuhe, Fastfood

Das trinke ich gern: fränkische Lagerbiere 

Lebensmotto: Immer in Bewegung bleiben!

DAS INTERVIEW 

Wie kam es zum Prinzenpaar? 

Oli:  Ich bin ja nicht nur der aktuelle Faschingsprinz, sondern im wirklichen Leben Künstler-Agent. In dieser Eigenschaft vermittle ich der Coburger Narrhalla bereits seit vielen Jahren spannende Comedians für das kunterbunte Narrhalla-Programm. Somit bin ich immer wieder - besonders mit dem Präsidenten Thomas Eck (in Insiderkreisen genannt Edge) - im Austausch. Irgendwann im Frühsommer 2019 kamen wir in seinem Architekturbüro auf das Prinzenpaar zu sprechen. Ach, dachte ich mir, warum eigentlich nicht. Wäre doch mal was Neues. Allerdings war das Paar schon „belegt“ und die Idee versandete in unseren Gehirnen … 

Antje: … bis dann im Spätherbst das Telefon klingelte und konkret gefragt wurde: wollt ihr das machen? Daraufhin musste ich schon nochmal in mich gehen, während mein ironischer Partner direkt JA sagen wollte. Männer sind da oft etwas spontaner. Allerdings kam dann doch schnell die Lust auf, endlich mal Prinzessin zu sein. Welches Mädchen wünscht sich das nicht? Wobei ich mich ja im Grunde verschlechtere, denn schließlich bin ich ja als „Königin“ geboren (lacht laut). 


Ist es euch schwergefallen, euer Prinzenpaargeheimnis für euch zu behalten? 

Antje:  Ich betreibe in der Ketschengasse ein Kosmetikgeschäft. Dadurch habe ich viel Publikumsverkehr. Die unterschiedlichsten Kundinnen und Kunden kommen und gehen und natürlich wird während einer Behandlung viel gequatscht. Da kommt dies und das aus dem Stadtleben zur Sprache. Da musste ich mir schon das ein oder andere Mal auf die Lippe beißen. 

Oli: (lacht laut). Da wäre ich gerne dabei gewesen. Für mich ist das im Alltag nicht so „gefährlich“ damit konfrontiert zu werden. Ich habe, da ich mit vielen Karnevalsvereinen in ganz Deutschland arbeite, außerhalb der KarnevalsZone schon mal erwähnt, dass wir das Prinzenpaar werden. Ich war wirklich überrascht, wie anerkennend das dann bewertet wurde. Natürlich gab es auch den ein oder anderen, der klar geäußert hat: Schneider, du spinnst. Aber da stehen wir doch drüber. 


Narrhalla Royal – die Wahl ist egal; so lautet das diesjährige Motto der anstehenden Session. Ist für euch Politik ein Thema?

Oli: Tatsächlich ist das in unserem Zusammenleben sehr paradox. Denn es ist ein Thema. Wir beide stehen politisch in verschiedenen Lagern. Die Stadtratswahl steht an. Antje kandidiert für den Stadtrat auf der Liste der CSB – ich wiederum für die Wählergemeinschaft PROCoburg. Dort bin ich zweiter Vorsitzender. Wir sind quasi das beste Beispiel für unterschiedliche, politische Ideen in einem Haushalt.

Antje: Aber letztlich brennen wir beide für Coburg, unsere Heimatstadt … und haben uns am Ende des Tages immer wieder lieb. Mensch, das wäre toll, wenn das in der Coburger Stadtpolitik auch so wäre – na, wir gehen da jetzt mit gutem Beispiel voran. 

Oli:  Du meinst deine Heimatstadt. Ich bin nämlich in Meeder aufgewachsen, wohne aber seit 22 Jahren in Coburg. Meeder aha! (grinst).


Wie habt ihr euch auf die Rolle des Prinzenpaars vorbereitet? 

Antje:  Wir wollten auf jeden Fall etwas Eigenes machen und haben uns eine schöne, karnevalistische Wortnummer erarbeitet. Keine Ahnung, ob die beim Publikum ankommt aber wir haben es zumindest versucht. Wie sagt man so schön: wenn es gut war erzählt es gerne weiter – wenn nicht, wir waren nie da. 

Oli:  Allen kannst du es ohnehin nicht recht machen. Wir geben unser Bestes und nachdem das alles nebenbei läuft, ist halt vielleicht nicht alles fehlerfrei. Wir sind selbstständig, da steht immer viel an. 

Wie lief das Fotoshooting?

Oli: Ach, das war relativ entspannt. Die Location haben wir zusammen mit Thomas Eck, bzw. durch ihn gefunden. Da stand das ein oder andere Gefährt herum, da konnte man prima „posen“. 

Antje:  Uns war zudem wichtig, Fotos mit Coburgs Spezialität, der Coburger Bratwurst zu machen. Diese ziert übrigens auch unseren Prinzenpaarorden. Hier geht es letztlich um die Wurst als Symbol für Coburg. Das gab ne ganz schöne Sauerei. Oli war voll mit Senf und nicht nur um den Mund herum. 

Oli: Einen Bratwurstorden gab es halt noch nie. Das kann doch nicht sein, haben wir uns gedacht und schon ist er da, der Bratwurstorden am Bande. Die Bratwurst vom Fotoshooting hat am Ende dann übrigen der Präsident Thomas Eck gegessen. Er hatte ziemlichen Hunger (lacht). 





Wie geht es weiter? Gibt es ein Leben nach dem Prinzenpaar im Coburger Fasching? 

Oli: Bestimmt. Jetzt werden erstmal alle Termine durchgezogen. Besonders die caritativen Auftritte sind mir wichtig. Denn ich hoffe doch sehr, dass wir mit unserm Auftritt auch zur Erheiterung von Menschen beitragen, die sonst weniger zu lachen haben. 

Antje:  Das sehe ich genauso. Demütig bin ich auf jeden Fall, denn nicht jeder hat die Chance so prunkvoll ausgestattet Narrhalla Prinzessin zu sein. Da will ich auf jeden Fall etwas zurückgeben. Jedenfalls darf eins nicht zu kurz kommen und das ist letztlich der Humor. Wir meistern  alles was kommt mit einem ehrlichen Lächeln auf den Lippen. 

In diesem Sinne … Idis Ahoi!!

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