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  • Coburger Narrhalla

Das neue Coburger Prinzenpaar Jenny I. und Marc II.


„Gemeinsam Coburg bewegen – Narren voran“ –das diesjährige Motto der Coburger Narrhalla. Könnt ihr euch damit identifizieren?

Jenny: Das Motto passt perfekt zu uns! Wir betreiben beide aktiv Tanzsport beim TV Coburg Ketschendorf. Letzte Saison haben wir beide im B-Team der Lateinformation Coburg getanzt. Coburg zu bewegen ist auch als Tänzer unser Ziel. Letztes Jahr haben wir es gemeinsam mit unserem Verein geschafft 60 Menschen auf dem Albertsplatz Cha Cha beizubringen. Zudem versuchen wir immer neue Leute für den Tanzsport zu begeistern.

Marc: Genau! Tanzen und Bewegung ist überall möglich. In einer Tanzschule, bei einem Verein als Breiten- oder Leistungssport oder einfach zuhause oder Abends im Club. Coburg als Sportstadt ist schon sehr aktiv. Wir als oberste Narren gehen gerne voran um die Stadt noch weiter zu bewegen. Sei es beim Tanzen oder in ganz anderen Lebensbereichen.

Wie kamt ihr auf die Idee Coburger Prinzenpaar zu werden?

Marc: Vor ein paar Jahren hat mich meine Freundin Heike Schlücke zur Prunksitzung der Narrhalla eingeladen und mich für das närrischen Treiben in Coburg begeistert. Als ich dann im Herbst 2018 gefragt wurde, ob ich gerne Prinz sein wollte musste ich nicht überlegen. Für mich stand auch gleich fest, wer meine Prinzessin sein muss.

Jenny: Ganz einfach ☺ Marc hat mich während meiner Mittagspause angerufen und gefragt: „Jenny, willst du meine Prinzessin sein?“ Ich dachte kurzzeitig er hat getrunken aber er hat es ernst gemeint. ☺ Außerdem war meine Absicht eh schon immer Königin zu werden aber man muss ja bekanntlich klein anfangen. ☺

Marc, Du bist Stadtratsmitglied in Neustadt b. Coburg. Wie lässt sich dieses Amt mit dem Engagement als Prinz vereinbaren?

Marc: Stadtrat und Faschingsprinz zu sein ist kein Widerspruch. In beiden Ämtern kann ich mich für die Allgemeinheit und die Gesellschaft einsetzten. Als Prinzenpaar treten wir nicht nur an der Prunksitzung auf. Wir besuchen Kindergärten und Altenheime und bringen uns in soziale und gesellschaftliche Belange der Region ein. Als Stadtrat gestalte ich meine Heimat aktiv mit. Wobei ich im Stadtrat nur einer von 25 bin. Prinz in der Narrhalla gibt’s nur einen.

Neben deinem Amt als Stadtratsmitglied hast Du noch weitere Ämter. Wo bist Du noch überall dabei?

Marc: Puhh, das ist eine schwere Frage. Ich bin 1. Vorsitzender der Freien Wähler in ​​Neustadt b. Coburg und stellvertretender Vorsitzender der Freien Wähler Coburg Land. Außerdem bin ich 2. Vorsitzender des Fördervereins der Realschule Neustadt b. Coburg. Ich bin passives Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr in Fechheim und im Heimat und Museumsverein Neustadt, hier bin ich in der Trachtengruppe aktiv. In der Lateinformation bin ich für viele Aufgaben zuständig bzw. mitverantwortlich, Sponsorensuche für unsere Heimturniere, Kapitän des A-Teams, Erstellung von Pressemitteilungen… In einigen anderen Vereinen bin ich außerdem noch Mitglied um ihn zumindest finanziell zu unterstützen.

Langeweile scheint bei Dir nicht aufzukommen. Jenny, wie ist das bei Dir? Wo bist Du aktiv?

Jenny: Ich tanze in der Lateinformation im TVK, außerdem möchte ich dieses Jahr auch im Einzelpaartanz antreten. Nach der Arbeit gehe ich gerne ins Fitnessstudio. Zudem bin ich nebenbei noch bei den Sportschützen. Das Schießen habe ich 1999 angefangen. 2010 konnte ich meine ersten Erfahrungen als Königin sammeln. ☺ Ab und zu stehe ich auch gerne mal als Fotomodel vor der Kamera. Ich gestalte mein Leben nach dem Motto „Do what you love“…

Außerdem hast Du eine ganz besondere Art von Verantwortung. Du bist Mutter von einem 2-jährigen Sohn. Hat Milan mitbekommen, dass seine Mutter Prinzessin geworden ist? Und wie lässt es sich vereinbaren Prinzessin und Mutter zu sein?

Jenny: Ja das stimmt, mein kleiner Schatz ist der wichtigste Mensch in meinem Leben. Prinzessin und Mutter zu sein klappt ganz gut. Es ist zwar nicht immer einfach, zeitlich alles unter einen Hut zu bringen aber wenn ich mal jemanden brauche, dann sind meine Eltern immer für Milan und mich da. Hierfür bin ich sehr, sehr dankbar.

Was findet ihr am jeweils anderen besonders herausragend?

Marc: Ich bewundere Jenny für ihre Energie. Sie hat ihren Tagesablauf perfekt organisiert und schafft es eine gute Mutter für Milan zu sein und sich selbst dabei nicht zu vernachlässigen. Sie ist unglaublich liebenswürdig und tut die Dinge, die ihr selbst gut tun. Dabei vergisst sie aber nie die Menschen um sie herum. Wenn es mir nicht gut geht, kann ich ihr immer eine WhatsApp schicken und sie findet die richtigen Worte um mich wieder aufzuheitern. Außerdem ist sie für jede Schandtat zu haben.

Jenny: Marc ist einer meiner liebsten Freunde. Er ist immer für jeden Spaß zu haben. Manchmal sogar noch verrückter als ich. :D Wenn er sich für etwas begeistert, dann zieht er das auch zu 100 % durch. Man kann sich immer auf ihn verlassen und wenn er Entscheidungen trifft, dann steht er auch dazu. Mit Marc hat man immer was zu lachen und es wird nie langweilig aber auch wenn man mal einen ernsten Rat braucht, ist er immer für einen da.

Für euere Prinzenfotos habt ihr einen sehr speziellen Ort gewählt. Eure beiden Fitnessstudios. Wie kamt ihr auf die Idee? Und warum ausgerechnet in Fitnessstudios?

Jenny: Vor meiner Schwangerschaft konnte ich mich nie so wirklich fürs Fitnessstudio begeistern. Aber die Schwangerschaft hat ein paar Kilos hinterlassen :D Diese mussten natürlich wieder weg. Und seitdem gehe ich regelmäßig ins Studio und ich kann mir mein Leben ohne Sport nicht mehr vorstellen. Das Fitnessstudio ist mittlerweile mein zweites zu Hause. Mich kennt dort mittlerweile jeder. ;) Die Frage, wo wir unsere Prinzenfotos machen lassen wollen, war für Marc und mich ziemlich schnell geklärt ☺ Denn für Marc ist das Fitnessstudio genauso wichtig, wie für mich.

Marc: Vor meiner Zeit in der Lateinformation habe ich gar keinen Sport gemacht. Ich konnte mich nicht motivieren. Als ich dann mit dem Tanzen angefangen habe, habe ich gemerkt, wie unfit ich war. Zum Tanzen benötigt man neben einer guten Konzentrationsfähigkeit auch eine hohe körperliche Fitness. Beides wächst beim Tanzen, allerdings war meine Fitness so schlecht, dass ich dringend außerhalb des TVK etwas tun musste. Also fing ich an ins Studio zu gehen. Und seit dem merke ich ständig, wie gut mir Bewegung und Sport tut. Ohne Sport zu leben kann ich mir aktuell nicht vorstellen. Um andere auch davon zu überzeugen fand ich die Idee unsere Bilder in unseren Fitnessstudios zu machen sehr gut.

Wie wollt ihr eure Regentschaft über die Coburger Narren nutzen?

Marc: Wir nehmen das Motto der Narrhalla sehr wörtlich. Wir möchten die Närrinnen und Narren bewegen. Dazu animieren zu den Veranstaltungen der Narrhalla zu kommen und mit uns gemeinsam Spaß zu haben. Aber auch die ernsten Seiten des Lebens müssen im Fasching Platz haben. Thomas Eck, der Präsident der Narrhalla hat uns gegenüber oft erwähnt: „Nichts ist so ernst wie der Fasching.“ Wir wollen die Zeit Nutzen um darauf hinzuweisen, dass der Fasching, so wie unsere gesamte Gesellschaft durch Vielfalt und Toleranz lebt.

Jenny: Die Zeit während unserer Regentschaft möchten wir nutzen, um den umliegenden Kindergärten und Altenheimen eine Freude zu bereiten. Wir freuen uns schon sehr auf die Besuche und darauf mit anderen Menschen Spaß zu haben. Auch möchte ich als Prinzessin natürlich den Mädels und Frauen mein persönliches Motto vermitteln: „Do what you love“. Keiner muss sich verstecken und jede ist auf ihre Art wertvoll.

Steckbrief

Jenny

Name: Jennifer Völk

Alter: 29 Jahre

Beruf: Kauffrau für Versicherungen und Finanzen

Hobby: Mein Sohn, Lateintanzen, Fitnessstudio

Was ich gerne hätte: Eine Villa am Meer.

Was ich mag: Sommer, Shoppen, Instagram

Was ich nicht mag: Neid, Rechthaber

Lieblingsgetränk: Kaffee mit Mandelmilch, Lillet Wid Berry

Lebensmotto: „Do what you love.“

Marc

Name: Marc Holland

Alter: 29

Beruf: Diplom Verwaltungswirt (FH), Beauftragter für Datenschutz und Informationssicherheit

Hobby: Lateintanzen, Politik, Kochen, Fitnessstudio

Was ich gerne hätte: Mehr Zeit für meine Hobbys.

Was ich mag: Ein gutes Essen mit Freunden genießen.

Was ich nicht mag: Intoleranz, meine leichte Verplantheit

Lieblingsgetränk: Kaffee, wenn es sein muss ein guter Wein…

Lebensmotto: In dubio pro libertate


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